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Aggregatzustände der Chemie

Mit dem Wort Aggregatzustand bezeichnet man den physikalischen Zustand eines Stoffes. Hierbei unterscheidet man in drei klassischen Aggregatzuständen: fest, flüssig und gasförmig. Welcher der drei verschiedenen Zustände vorliegt, hängt von Eigenheiten des jeweiligen Stoffes, der Temperatur und dem Umgebungsdruck ab.

Stoffe die als „fest“ bezeichnet werden, besitzen prinzipiell die größere Dichte. Diese liegt etwa bei 5 bis 10 Prozent höher als bei Flüssigkeiten. Wirkt auf den Stoff keine äußere Kraft, so behält er seine Form. Befindet er sich jedoch im flüssigen Zustand, so passt der Stoff sich der Form der jeweiligen Umgebung an.

Wird eine Flüssigkeit stark erhitzt, verdampft sie und befinden sich im gasförmigen Aggregatzustand. Gase haben die niedrigste Dichte, welche tausendmal kleiner ist wie bei den Feststoffen. Durch die geringe Dichte können Gas sehr gut komprimiert werden. Zudem besitzen sie fast keine Oberfläche, wodurch sie farblos sind.

Das Teilchenmodell

Um bestimmte Aufbauweisen und Eigenschaften in der Chemie besser zu verstehen, wird mit sogenannten Modellen gearbeitet. So können die Eigenschaften der Aggregatzustände besser beschrieben werden.

Bei Teilchenmodellen werden die Stoffe mit Kugeln dargestellt. In Wirklichkeit sind es aber kleinste Teilchen, wie Atome, Moleküle oder Ionen, oder andere Formen. Jedoch zur Erklärung reicht es aus die Teilchen als kleine, runde Kugeln darzustellen.

In allen drei Aggregatzuständen herrscht Bewegung der Teilchen, diese ist zu dem ein Maß für die Temperatur der Stoffe. So unterschiedlich die Aggregatzustände sind so verschieden sind auch die Bewegungsarten. Im Gas bewegen sich die Teilchen geradlinig, bis an eine Gefäßwand oder mit einem anderem Gas zusammenstoßen. Bei Flüssigkeiten hingegen müssen sich die Teilchen zwischen Lücken hindurch zwängen. Während sich bei festen Körper die Teilchen nur gering um ihre Ruhelage bewegen.

Aggregatzustände des Wassers

Die drei Aggregatzustände kann man am besten an dem Beispiel Wasser sehen. Wasser verfügt über drei Zustände:

  1. Ist es gefroren, so ist es der feste Zustand.
  2. Schmilzt es, so verfällt es in den flüssigen Zustand.
  3. Wird es erhitzt, so verdampft es und befindet sich im flüssigen Zustand.

Wasser befindet bei einem normalen Luftdruck und einer Temperatur von 0 °C im festen Aggregatzustand. Liegt die Temperatur zwischen 0 und 100 °C so ist es flüssig. Über 100 °C wird es gasförmig.