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Georg Friedrich Händel

Die meisten Menschen kennen das „große Halleluja“ aus dem „Messias“. Ebenso bekannt wie in Europa ist es in Amerika und vielen asiatischen Ländern. Dieses Werk stammt von Georg Friedrich Händel (1685 - 1759), der zu den größten Komponisten zählt.

Eine Kämpferpersönlichkeit, eine Kraftnatur war Händel. Er war groß gewachsen und aß und trank Unmengen. Komponieren konnte er ununterbrochen 20 Stunden lang und seine Schaffenskraft war fast unerschöpflich. Aber auch für seine Wutanfälle war er bekannt. Einer Sängerin drohte er einmal, sie aus dem Fenster zu werfen, weil sie seinen Anweisungen nicht folgen wollte.

Seine Musik ist entsprechend kraftvoll, breit ausladend, besonders in den Chören von majestätischer Kraft, voll herrlichsten Melodien.

Geboren wurde Georg Friedrich Händel in Halle in Sachsen. Er ging 1710 erstmals nach England, welches zu seiner zweiten Heimat wurde.

Vor allem Opern schrieb er in London. Nur zum Teil hatte er damit Erfolg, Misserfolge musste er auch zum Teil akzeptieren. Seine Gegner waren nicht nur andere Opernkomponisten sondern zahlreiche Adlige. Händel sagte einmal zu einem von ihnen: „Ich würde es bedauern, wenn ich meine Zuschauer nur unterhalten hätte“ (die Adligen wollten es so), „ich wünschte, sie besser zu machen“.

Geschäftlich war Händel schließlich ruiniert und hatte hohe Schulden. Einen schwerer Schlaganfall erlitt er 1737. Halbseitig gelähmt und nur noch einzelne unverständliche Wörter lallen können waren die Folgen. Laut Ärzte würde er nie wieder Arbeiten können. Doch es geschah ein Wunder. In Aachen badete er stundenlang in den heißen Quellen, wodurch seine Gesundheit völlig wiederhergestellt wurde.

Durch die Not, die er erlebt hatte, war er demütig geworden. Von der Oper mit ihrer meist oberflächlichen, auf italienisch gesungenen Handlung wendete er sich jetzt ab. Englische Oratorien mit überwiegend biblischen Inhalt komponierte er nun. Zum Beispiel stammt die Melodie des kirchlichen Adventsliedes „Tochter Zion, freu dich“ aus „Judas Makkabäus“. Der Erfolg blieb ihm nun treu.

Sein berühmtestes Werk „Messias“ komponierte er 1741 in nur gut 3 Wochen. Der Weg von Jesus Christus wird darin beschrieben: seine Ankündigung, die Geburt, das Sterben und Auferstehen. Für Waisenkinder und Arme spendete Händel stets den Erlös des „Messias“. 

Neben Opern und Oratorien schrieb Händel auch großartige Instrumentalwerke. Die „Wassermusik“, die „Feuerwerksmusik“, Concerti grossi sind nur einige davon.

Händel erblindete 1751. Begraben ist er in der Westminster Abbey unter den Großen Englands.