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Gezeiten – Ebbe und Flut

Das Phänomen von Ebbe und Flut kann überall dort beobachtet werden, wo das Meer auf Land trifft. Dieses kann auch als Gezeiten oder Tiden bezeichnet werden. Hierbei sinkt und steigt das Wasser innerhalb eines Tages zweimal. Besonders gut zusehen ist dies an den Küsten im direkten Vergleich mit dem Ufer. Der Höhenunterschied kann hierbei mehrere Meter betragen.

Als Ebbe wird die Zeit bezeichnet in der das Wasser sinkt bzw. sich zurückzieht. Die Zeitspanne in der das Wasser steigt, wird demzufolge als Flut bezeichnet. In der Gezeitenkunde der Seefahrt werden der höchste und niedrigste Wasserstand als Hoch- und Niedrigwasser deklariert.

Entstehung

Ebbe und Flut entstehen durch die Gezeitenkräfte. Hierbei handelt es sich um ein sehr komplexes Zusammenspiel von vielen Dingen, welche immer noch Gegengenstand andauernder wissenschaftlicher Untersuchen sind. Im Grundverständnis lässt sich dies Naturereignis trotzdem mit einfachen Worten zusammenfassen.

Alle Objekte die sich im Weltall befinden, üben auf andere Objekte eine Anziehungskraft aus. Je größer ein Objekt, desto größer die Anziehungskraft. So ist der Mond klein er als die Erde und demzufolge ist auch die Anziehungskraft geringer. Da die Erde ebenfalls kleiner als die Sonne ist, ist auch hier die Anziehungskraft geringer. Somit kreisen Mond und Erde um die Sonne. Diese ständige Bewegung sogt dafür, dass sich die Anordnung aller drei Objekte fortlaufend ändert. Bei diesem Vorgang ändert sich auch die Stärke der gegenseitigen Anziehung. Diese ist demzufolge auf der Mond zugewandten Seite größer als auf der Rückseite. Die dadurch verursacht die Anziehung des Mondes sorgt für den größten Teil der Flut, da dass Wasser von ihm angezogen wird. Ändert sich seine Position zur Erde, lässt auch die Anziehung nach und verursacht somit die Ebbe.

Auch die Sonne löst Gezeiten aus. Sie übt knapp die Hälfte der Anziehungskräfte des Mondes aus. Obwohl die Sonne einen viel größeren Abstand zur Erde hat, ist sie viel größer und hat daher eine erhebliche Einwirkung auf die Erde.