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Ion

Salzartige Stoffe sind aus elektrisch geladenen Teilchen, den Ionen, aufgebaut. Werden aus der Atomhülle eines zuvor neutralen Atoms Elektronen abgegeben bzw. aufgenommen, entstehen Ionen.

Bei der Aufnahme eines Elektron entsteht ein negativ geladenes Ion. Diese nennt man Anionen. Hauptsächlich durch Nichtmetallatome werden Anionen gebildet. Sie können durch die Aufnahme von Elektronen eine stabile Edelgaskonfiguration, z. B. eine Achterschale, erreichen. 

Beispiele für Anionen:

  • Chlorid-Ionen
  • Bromid-Ionen
  • Sulfid-Ionen

Durch die Abgabe von Elektronen erreichen Metallatome viel leichter eine stabile Edelgaskonfiguration. Die dabei entstehenden positiv geladenen Ionen nennt man Kationen.

Aus Natrium-Ionen und Chlorid-Ionen besteht ein Salz wie Natriumchlorid (NaCl, Kochsalz). Diese Ionen sind in einem Gitter angeordnet, welches sich beim Auflösen in Wasser abbaut. Dabei werden die Ionen von Wasserstoffmolekülen umhüllt (solvatisiert). Diesen Vorgang nennt man Dissoziation.

NaCl(sol) → Na+(aq) + Cl-(aq)

Wird Chlorwasserstoff (HCl) im Wasser aufgelöst, spricht man auch von einer Dissoziation. Jedoch ist die Verbindung HCl eine Molekülsubstanz mit einer polaren Atombindung. Gebildet werden die Ionen hier erst unter Dissoziation der Atombindung durch die Protolysereaktion mit dem Wasser.

HCl + 2 H2O → H3O+(aq) + Cl-(aq)

Enthalten Ionen, wie Natrium-Ionen oder Chlorid-Ionen, nur Atomsorten, bezeichnet man sie als Atom-Ionen oder auch einatomige Ionen.

Viele Salze enthalten komplexere Ionen, bestehend aus mehreren Atomen. Untereinander sind diese Atome durch Atombindungen verknüpft. Oft müssen noch zusätzlich Elektronen aufgenommen werden, damit alle Atome eine stabile Edelgaskonfiguration entwickeln können.

Das sich daraus resultierende elektrisch negativ geladene Molekül-Ion bildet mit einem Kation ein Salz. 

Beispiel für Molekül-Ionen bzw. mehratomige Ionen:

  • Hydroxid-Ionen
  • Sulfat-Ionen
  • Ammonium-Ionen (positiv geladene Molekül-Ionen).