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Physikalische Chemie

1890 wurde erstmalig physikalische Chemie als Lehrfach an Hochschulen eingeführt. Ihre Begründer waren Svant Arrhenius, Jacobus Henricus van´t Hoff, Wilhelm Ostwald und Walther Nernst. Es existierten zwar schon „Naturwissenschaftler“ die sich mit dem Thema beschäftigen. Jedoch bestand damit noch kein eigenständiges Lehrfach. Josiah Willard Gibbs veröffentlichte 1867 den Artikel „On the Equilibrium of Heterogeneous Substances“ wodurch er als Begründer der physikalischen Chemie galt. Er entwickelte ein grundlegendes Konzept der Phasenregel, Freie Energie und chemisches Potential.

Die Physikalische Chemie wir auch als PC abgekürzt. Sie wird eingebettet zwischen der Physik und Chemie. Hierbei werden physikalisch-chemische Zusammenhänge erforscht und beschrieben. Es geht darum physikalische Erscheinung zu untersuchen die bei chemischen Vorgängen auftreten. Außerdem werden in der PC auch die Einflüsse physikalischer Einwirkung auf chemische Vorgänge erforscht, die zugrundeliegenden physikalischen Gesetzte formuliert und diese auf technische Verfahren angewendet werden. In erster Linie bezieht sich PC auf das Studium der molekularen Bausteine makroskopisch auftretender Materie. Physikalische Chemie wird auf 5 Kernbereiche unterteilt. Die Thermodynamik und die Reaktionskinetik, sie definieren die Lage chemischen Gleichgewichte über Phasengleichgewichte und Geschwindigkeit der Stoffumwandlungen. Des Weiteren die Elektrochemie, die besondere Bedeutung für Energietechnik und Sensorik hat. Für die Prozess und Produktanalytik ist die Spektroskopie zuständig. Sie spielt eine bedeutende Rolle der Untersuchung von Material und Grenzflächeneigenschaften.Die letzte im Bunde ist die Quantenchemie, diese hilft dabei sich ein genaues Bild zu machen über die chemische Bindung, der molekularen Struktur und der Dynamik kleiner Moleküle (Molecular Modelling) – Struktur-Wirkungs-Beziehung.

Auf der Grundlage dieser physikalisch-chemischen Kernbereiche erschließen sich für die PC zahlreiche weitere Teilgebiete wie zum Beispiel die Materialwissenschaften oder auch die Medizin.