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Programmiersprachen

Die Anzahl an Programmiersprachen ist in etwa so groß, wie die Anzahl an Sprachen, welche mit Menschen in den verschiedenen Ländern sprechen.

Dabei gibt es sowohl moderne hochsprachen, objektoerientierte und prozedurale Sprachen und natürlich auch Scriptsprachen. Doch wo genau liegen hierbei die Unterschiede?

Programmiersprachen werden oft mit Textauszeichnungssprachen verglichen, beide haben aber eigentlich nichts miteinander zu tun. So wird "HTML" (Hyper Text Markup Language") oftmals fälschlicherweise wie auch "CSS" (Cascading StyleSheets) zu den Programmiersprachen gezählt.

Textauszeichnungssprachen beschreiben lediglich Text. Mir ihrer Hilfe kann man im Grunde genommen keinerlei Funktionen ausführen oder in irgendeiner Form rechnen.

Programmiersprachen erlauben Funktionen und komplexe Rechenoperationen zu bewerkstelligen. Auch können Programmiersprachen auf Eingaben von Benutzern reagieren, sowie diese Auswerten und entsprechende Ausgaben erzeugen.

Zu den bekanntesten und mitunter im Moment mächtigsten Programmiersprachen ist C++ zu zählen. Die darin geschrieben Programme werden in Maschinencode übersetzt, sodass man aus dem Endprodukt nicht wieder den eigenentlichen Quellcode erzeugen kann. Programmiersprachen die auf dieser Technik basieren gelten als besonders schnell.

Eine weitere Programmiersprache ist Java. Diese ist auf keinen Fall mit der Scriptsprache "Javascript" zu verwechseln. Javaprogramme benötigen eine eigene Umgebung, in welcher sie ausgeführt werden können. Vorteil an Java ist, dass die Laufzeitumgebungen auf so ziemlich jedem Computer dieser Welt laufen und man somit ein einmal geschriebenes Programm auch nur einmal schreibt und es auf nahezu jeder Maschine ausführbar ist.

Zu guter letzt gibt es noch die Scriptsprachen. Bestes Beispiel hierfür ist Javascript. Scriptsprachen liegen mit einem offen einsehbaren Quellcode vor und werden zur Ausführungszeit übersetzt. Im Falle von Javascript führt hier der eingerichtete Standardbrowser alles aus. Der Vorteil an Scriptsprachen ist, dass man mit ihnen sehr schnell Ergebnisse erzielen kann, welche in höheren Sprachen wie C++ mit einer größeren Menge an Aufwand zu bewerkstelligen wären. Nachteilig ist jedoch, dass man in den Scriptsprachen nicht solch eine große Freiheit besitzt, wie in anderen Sprachen.

Fensterumgebungen, 3D-Spiele und Anwendungen werden oftmals aus diesem Grund nicht in Scriptsprachen entwickelt.

Scriptsprachen sind meißt prozeduraler Natur, während Sprachen wie C++ und Java in objektorientierter Programmierung erstellt werden.

Auch wenn sich heutzutage die objektiorientierte Programmierung mehr und mehr durchsetzt, so hat die prozedurale Herangehensweise immernoch ihren Platz. Objektorientiert bedeutet sein programmiererisches Vorhaben in Objekte und Klasse zu zerlegen und diese mit Eigenschaften auszustatten. So könnte man einen Wecker als Objekt "Wecker" anlegen mit den Eigenschaften "Ticken" und "Alarm". Weitere Eigenschaften wären, dass dieser über Zeiger verfügt und diese sich nach einem bestimmten Ablauf bewegen. In der prozeduralen Programmierung wird dieser Schritt faktisch übergangen, indem man im wahrsten Sinne des Wortes "einfach losprogrammiert". Es gibt also kein Objekt an dessen die Programmierung geschieht. In sehr aufwändigeren Programmen empfiehlt es sich daher objektorientiert zu arbeiten.